Datensouveränität: On-Premises oder Full Managed Hosting?

Lesedauer: 7 min

Datensouveränität wird immer wichtiger, wenn öffentliche Videodienste, einzelne Video-Hoster oder dezentrale Speicher den Anforderungen einer Organisation nicht mehr genügen. Mit VIMP betreiben Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen ihre Videoplattform entweder On-Premises in der eigenen Infrastruktur oder als Full Managed Hosting. Bei beiden Modellen werden Videos, Benutzer und Zugriffsrechte zentral verwaltet. VIMP unterstützt beide Varianten.

Inhaltsangabe
  1. Datensouveränität kurz erklärt
  2. On-Premises: Datensouveränität durch direkte Kontrolle
  3. Full Managed Hosting: Datensouveränität mit Softwarebetreuung
  4. Die Möglichkeiten mit VIMP im Vergleich
  5. Welches Betriebsmodell passt zur eigenen Organisation?
  6. Fazit: Wie stärkt VIMP die Datensouveränität?
  7. Häufige Fragen zu Datensouveränität

Datensouveränität kurz erklärt

Datensouveränität bedeutet, dass eine Organisation selbst über Speicherort, Zugriff, Verarbeitung, Sicherung und Löschung ihrer Daten entscheidet.

Bei einer Videoplattform betrifft das nicht nur Videos, sondern auch die Metadaten, Benutzerkonten, Untertitel, Transkriptionen, Protokolle sowie Backups. Datenschutz definiert den rechtlichen und organisatorischen Rahmen. Datensouveränität beschreibt darüber hinaus die technische und strategische Entscheidungsfreiheit.

Weder On-Premises noch Full Managed Hosting schaffen automatisch Sicherheit. Entscheidend sind klare Zuständigkeiten, kontrollierte Zugriffe und verlässliche Prozesse. Weitere Kriterien behandelt der Beitrag zum Video-Datenschutz bei Unternehmensvideos.

On-Premises: Datensouveränität durch direkte Kontrolle

Beim On-Premises-Betrieb wird VIMP auf eigenen oder ausgewählten Servern installiert, wodurch Sie den Speicherort, die Infrastruktur, sowie Backups und Updates direkt kontrollieren können. Gleichzeitig übernimmt die Organisation den technischen Betrieb selbst oder beauftragt einen eigenen IT-Dienstleister.

Welche Vorteile bietet On-Premises?

Für wen eignet sich On-Premises?

On-Premises passt besonders zu Organisationen, die ihre Videos innerhalb der eigenen Infrastruktur speichern möchten und bereits geeignete IT-Ressourcen besitzen.

  • eigene Sicherheits- und Backupkonzepte,
  • fest definierte Wartungsfenster,
  • individuelle Netzwerkvorgaben,
  • hohe interne oder regulatorische Anforderungen.

Dazu zählen häufig Behörden, Hochschulen mit einem eigenen Rechenzentrum sowie Unternehmen mit sensiblen Forschungs-, Entwicklungs- oder Personaldaten. Die Größe allein ist dabei nicht entscheidend: Auch ein mittelständisches Unternehmen kann VIMP On-Premises betreiben, sofern es die nötige Infrastruktur und das Know-how bereitstellt.

Datensouveränität

Full Managed Hosting: Datensouveränität mit Softwarebetreuung

Beim Full Managed Hosting stellt VIMP die Serverumgebung bereit und übernimmt die vertraglich vereinbarten Betriebsaufgaben. Dadurch benötigt die Organisation keine vollständige eigene Serverlandschaft für ihre Videoplattform.

VIMP betreibt die Videoplattform in einem deutschen, ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum. Jedes Portal läuft dabei in einer dedizierten Umgebung.

Welche Vorteile bietet das Full Managed Hosting?

Wie grenzt sich das Full Managed Hosting von Public-Cloud-Anbietern ab?

Das VIMP Full Managed Hosting basiert auf einer cloudbasierten Architektur, unterscheidet sich jedoch von Angeboten großer Public-Cloud-Anbieter wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud.

Diese Anbieter stellen allgemeine Infrastrukturressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerke bereit. Kunden wählen und konfigurieren die benötigten Dienste für ihre eigene Systemlandschaft. VIMP stellt dagegen eine dedizierte, auf die Videoplattform ausgerichtete Umgebung bereit und übernimmt die vereinbarten Betriebsaufgaben. Im Mittelpunkt steht somit nicht die Verwaltung allgemeiner Infrastrukturbausteine, sondern der Betrieb von VIMP.

Welche Fragen beantwortet VIMP für die Organisationen?

Beim Full Managed Hosting werden Aufgaben zwischen VIMP und dem Rechenzentrum verteilt. Deshalb beantwortet VIMP für Unternehmen folgende Fragen:

  1. Welche Leistungen umfasst der Hostingvertrag?

  2. Wer erhält administrativen Zugriff?

  3. Wie funktionieren Backup und Wiederherstellung?

  4. Wer übernimmt Updates und Wartung?

  5. Was geschieht bei Vertragsende mit den Daten?

Klare Vereinbarungen stärken die Datensouveränität, weil alle Beteiligten ihre Aufgaben und Zugriffsrechte kennen.

Für wen eignet sich ein Full Managed Hosting?

Ein Full Managed Hosting passt besonders zu Organisationen, die schnell starten und ihre interne IT entlasten möchten.

  • Entlastung der eigenen IT-Ressourcen,
  • Einsparung von personellen Aufwand,
  • planbare Kalkulation der Hosting- und Servicekosten,
  • Konzentration auf Inhalte und Benutzerprozesse.

Auch Organisationen mit hohen Sicherheitsanforderungen können das Full Managed Hosting nutzen. Allerdings müssen Rechenzentrum, Leistungsumfang und technisch-organisatorische Maßnahmen zu den eigenen Vorgaben passen.

Datensouveränität

Die Möglichkeiten mit VIMP im Vergleich

KriteriumOn-PremisesFull Managed Hosting
ServerbetriebEigene IT oder eigener DienstleisterVIMP übernimmt vereinbarte Aufgaben
SpeicherortDurch die Organisation bestimmbarVIMP Partner-Rechenzentrum in Deutschland
UpdatesEigenständige Durchführung mit Support durch VIMPDurchführung durch VIMP
BackupsEigene Backup- und Restore-StrategieTägliches inkrementelles, wöchentliches differentielles und 28-tägiges Full-Backup
SicherheitsarchitekturIndividuell gestaltbarindividuell gestaltbar
IT-AufwandVergleichsweise hochVergleichsweise gering
Direkte KontrolleVolle KontrolleIn Absprache mit VIMP
ProjektstartInfrastruktur muss selbst vorbereitet werdenVIMP bereitet die Infrastruktur vor

Welches Betriebsmodell passt zur eigenen Organisation?

Die Entscheidung hängt vor allem von der vorhandenen Infrastruktur, den verfügbaren IT-Ressourcen und der gewünschten Verteilung der Verantwortung ab.

  • Datenhaltung intern erfolgen sollen
  • eine geeignete Infrastruktur vorhanden ist
  • Updates und Backups selbst steuerbar sein müssen
  • spezielle Sicherheitsvorgaben bestehen
  • ein schneller Projektstart wichtig ist
  • der interne IT-Aufwand gering bleiben soll
  • personeller Aufwand gering gehalten werden soll
  • Serviceleistungen gewünscht sind

Fazit: Wie stärkt VIMP die Datensouveränität?

VIMP unterstützt beide Betriebsmodelle: On-Premises in der eigenen Infrastruktur oder Full Managed Hosting in einer von VIMP betreuten Umgebung.

  • Betriebsmodell frei wählen: Die Organisation entscheidet selbst, wie und wo sie VIMP betreibt.
  • Bestehende Prozesse einbinden: Rollen, Rechte lassen sich zum Beispiel durch LDAP und SAML in vorhandene Strukturen integrieren.
  • Anforderungen langfristig abbilden: Infrastruktur, Zugriffe und Verantwortlichkeiten können passend zur eigenen IT-Strategie geplant werden.
VIMP ermöglicht Datensouveränität durch die Freiheit, das passende Modell selbst zu wählen.

Häufige Fragen zu Datensouveränität

Ist On-Premises automatisch DSGVO-konform?

Nein. Der Betrieb auf eigenen Servern bietet direkte Kontrolle, erfüllt aber nicht automatisch alle Datenschutzanforderungen. Berechtigungen, Löschfristen, Sicherheitsmaßnahmen und organisatorische Prozesse müssen weiterhin korrekt umgesetzt werden.

Kann VIMP vollständig im eigenen Netzwerk betrieben werden?

VIMP kann On-Premises auf einer eigenen Infrastruktur installiert werden. Ob Verbindungen zu externen Diensten erforderlich sind, hängt von den tatsächlich eingesetzten Funktionen und Integrationen ab.

Kann VIMP an Active Directory angebunden werden?

VIMP Enterprise und VIMP Campus unterstützen die Anbindung an Active Directory und andere Verzeichnisdienste über LDAP.

Unterstützt VIMP Single Sign-on?

VIMP Enterprise und VIMP Campus unterstützen Single Sign-on über SAML. VIMP übernimmt dabei die Rolle des Service Providers.

Wer ist beim On-Premises-Betrieb für Backups verantwortlich?

Der Betreiber beziehungsweise sein IT-Dienstleister ist für die Backup- und Wiederherstellungsstrategie verantwortlich.

Wer führt Updates beim Full Managed Hosting durch?

Das hängt vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Zuständigkeiten und Wartungsprozesse werden im Hostingvertrag eindeutig definiert. Updates können direkt von VIMP durchgeführt werden.

Datensouveränität

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welches Betriebsmodell für Sie das Richtige ist